10. Oktober 2017 Christin Hilgarth

Hublot loves Art: Design Prize 2017

Bereits zum dritten Mal hat der Hublot Design Prize stattgefunden, dieses Mal in London. Das Event fand in der Serpentine Sackler Gallery statt, die perfekte Location. Die Idee, die hinter diesem Wettbewerb steckt, ist jungen Designern aus aller Welt eine Plattform zu bieten ihre Designs und Werke zu zeigen. Mit einem Preisgeld von 100.000 CHF ist dies der höchstdotierte Design Preis in der internationalen Kunstszene. Der Gewinner ist anschließend weiterhin frei und nicht unter Vertrag bei Hublot, der Preis dient zur Förderung und für den nächsten großen Schritt des Künstlers.

2015 wurde der Design Prize erstmalig, anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der „Big Bang“ und ihrem ikonischen Design, ins Leben gerufen. Aufgrund des Erfolges nach der ersten Edition wurde es ein nun jährliches Event und fester Bestandteil der „Hublot loves Art“ Philosophie. Wie Ricardo Guadalupe, CEO von Hublot verkündet, möchte „der Hublot Design Prize die Arbeit eines bereits anerkannten Designers unterstützen, indem er ihm zu Sichtbarkeit verhilft und als Karrierekatalysator wirkt, damit seine Arbeiten eines Tages zu denjenigen zählen, die man in Bezug auf Design einfach kennen muss.“

Die diesjährigen 8 Finalisten wurden auch dieses Jahr wieder von der renommierten Jury ausgewählt, denn die Designer können sich selbst nicht bewerben, sondern werden von den Jurymitgliedern vorgeschlagen, nominiert und eingeladen. Die Jury besteht aus Experten der Kunst- und Designszene. Vorsitzender der Jury ist Pierre Keller, ehemaliger Direktor der ECAL (Ecole cantonale d’art) in Lausanne und Präsident des CAC (Centre d’Art Contemporain) in Genf. Weiter waren dieses Jahr in der Jury: Marva Griffin Wilshire, Gründerin und Kuratorin des „Salone Satellite“, ferner internationale Pressechefin der Mailänder Möbelmesse. Ronan Bouroullec, gebürtiger Bretone, einer der vielversprechendsten Industriedesigner Frankreichs sowie erstmals Hans Ulrich Obrist, seines Zeichens einflussreicher Kurator, Kritiker und Kunsthistoriker. Die diesjährigen Finalisten kamen aus der Schweiz, UK, Japan, Spanien, Niederlande und den USA.

Hublot Design Prize Jury

Die acht Finalisten des Hublot Design Prize 2017

Thomas Eberwein, 1976

Absolvent des Studienganges Media & Interaction Design der ECAL gründete sein Designstudio Traum INC in London. Das bereits gut etablierte Studio zeichnet er eine neue, aus Bildern aufgebaute Welt zwischen Realität und Virtuellem.

www.trauminc.com

Xavier Mañosa, 1981

Sohn zweier Keramiker, hat in Barcelona Industriedesign studiert. Der begabte Keramikkünstler leitet seit zehn Jahren das Familienatelier Apparatu. Er kombiniert verschiedene Materialien und testet innovative Formen des Ausdrucks.

www.apparatu.com

Sabine Marcelis, 1985

studierte Design an der Victoria Universität in Wellington und der Akademie für Design in Eindhoven. 2012 gründete sie in Rotterdam ihr gleichnamiges Studio. Ihre Arbeiten kristallisieren Material-Eigenheiten balanciert heraus. Ziel sind optimale Resultate mit Form, Farbe und Licht.

www.sabinemarcelis.com

Eric Morzier, 1983, und Florian Pittet, 1984

erfuhren ihre Ausbildung an der ECAL. Ihr in Genf gegründetes Studio SIGMASIX dient der Fusion von Kunst und Technologie. Die Integration moderner Technik, um sie gleichzeitig verschwinden zu lassen, schafft Erlebnisse. Zu den Ausdrucksmitteln gehören Videofilme und Licht.

www.sigmasix.ch

Jonathan Muecke, 1983

Absolvent des Studiengangs Architektur an der Universität Iowa und Inhaber eines Master of Fine Arts der Akademie der Künste in Cranbrook. In Minneapolis reinterpretiert er übliche Designs und stellt ihre Eigenschaften und Besonderheiten heraus. 2014 konzipierte er den Pavillon von Design Miami.

www.jonathanmuecke.com

Jun Murakoshi, 1978

Absolvent des Royal College of Art in London hat eine neue Form der Fusion von geblasenem Glas und Stickerei geschaffen. Die beiden Materialien verkörpern in seinen Augen Wärme und Spannung. Sie vereinen sich in ausdruckstarker Geometrie.

www.junmurakoshi.com

Carolien Niebling, 1984

hat nach dem Besuch der Akademie der Künste in Arnheim im Jahr 2014 an der ECAL einen Master in Produktdesign erworben. Design ist für sie ein Medium zur Vereinigung von Wissenschaft und Nahrung. Dabei konzentriert sie sich auf Wurst, erfunden vor mehr als 5000 Jahren. Gestaltetem Fleisch und dessen übermäßigem Konsum widmet sich ihr Buch „The Future Sausage“. www.thefuturesausage.com

www.carolienniebling.com

Jessi Reaves, 1986

geboren in Oregon, absolvierte die Designhochschule von Rhode Island. Die ehemalige Tapeziererin betrachtet ihre Skulpturen wie Möbel. Ihre Kreationen bringen die Beziehung zwischen Möbeln und Kunst zum Ausdruck.

Die Gewinner

Bei der Verkündung der Gewinnerin 2017 von Carolien Niebling betonte Pierre Keller, dass die Entscheidung aufgrund der hohen Qualität aller Arbeiten außerordentlich schwerfiel. Ausschlaggebende Kriterien für Wahl der Jury waren die Innovation, Kreativität und Originalität der vorgestellten Projekte, die Materialauswahl und Ausführungsqualität sowie die Realisierbarkeit und Nachhaltigkeit der Arbeit und die Nützlichkeit sowie der Mehrwert der Kreationen.

Gewinnerin Caroline Niebling

Ein Sonderpreis (25.000 CHF) wurde noch an Jessi Reaves vergeben, die aufgrund ihrer Kunstwerke herausstach und eine eigene Welt präsentierte.

Video Design Prize 2017 mit Interview der Gewinnerin

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